Meine Einkaufsliste auf der Leipziger Buchmesse

Katrin Aehnlich. Wenn die Wale an Land gehen

Eine Geschichte, die in Ost- und Westdeutschland spielt und in der Welt. Aber im Grunde geht es um die Innenwelt.

T.C.Boyle. Wassermusik

liegt jetzt in neuer Übersetzung vor. „Druckfrisch“ berichtete am 23.2.14 im Interview mit Bolye, der sich nach erneutem Lesen selbst über die Qualität seines Frühwerks positiv überrascht zeigte. Habe ich für meinen Liebsten gekauft, für den es – hoffentlich – verrückt und spannend genug ist. Mich selbst schrecken die 560 Seiten auch nicht ab.

Lena Gorelik. Die Listensammlerin

Hatte ich schon im Kopf, als ich zur Messe gefahren bin. Eine junge Frau entdeckt die verborgene Seite ihrer Großmutter. (So hatte ich den Klappentext verstanden. Nach dem Lesen bin ich schlauer. Interessiert? Dann folge dem Link)

Wolfgang Herrndorf. Diesseits des Van-Allen-Gürtels

Nach „Tschick“ habe ich angefangen, mehr über Herrndorf zu lesen. Dass er in der relativ kurzen Zeit, die ihm verblieb, soviel Gutes geschrieben hat, ist erstaunlich. Ich habe mich also doch auf sein Blog gewagt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich alles lesen will. Seine Bücher will ich auf jeden Fall lesen und beginne jetzt im Jahr 2009. Auf der Messe sind alle Werke inzwischen als Taschenbuch zu haben.

Robert Merle. Ein vernunftbegabtes Tier

Klingt vielversprechend: ein Wissenschaftler bringt Delfinen das Sprechen bei und kreuzt mit seiner Forschung diverse militärische Interessen. Es entwickelt sich ein politischer Thriller, der intelligent und humorvoll erzählt sein soll. Habe ich übrigens für meinen Sohn gekauft.

Mo Yan. Wie das Blatt sich wendet

Das Buch hat 2012 den Literaturpreis erhalten, scheint eine leise, intensive Erzählung zu sein, was ich sehr reizvoll finde.  Konnte nicht widerstehen und habe das schmale Buch gegen meine Prinzipien (s.u.) gekauft.

Anton Tschechow. Die Dame mit dem Hündchen

Eine von Hans Traxler illustrierte Ausgabe des Insel-Verlags, also in jeder Hinsicht ein Klassiker, und ein Versuch, meine Tochter zu ködern.

Sarah Stricker. Fünf Kopeken

Es handelt sich um das Debütwerk der 1980 geborenen Journalistin. Allein der erste Satz auf dem Buchrücken war für mich die Kaufentscheidung: „Meine Mutter war sehr hässlich.“ Insofern war sie gezwungen, durch andere Talente zu glänzen.  500 Seiten, auf die ich mich sehr freue.

Juli Zeh. Nullzeit

Tolle Schriftstellerin. „Schilf“ ist einer der wenigen Krimis, die ich unbedingt weiter empfehle, besonders auch, weil er nicht dem klassischen TV-Krimimuster folgt, sondern auf psychologischer Ebene wirklich interessant ist, da man als Leser nicht unbeteiligt bleiben kann. Zeit für ein neues Buch von Frau Zeh.

Im Nachhinein bedaure ich, dass alles Bücher großer Verlage sind. Und das kam so: da ich das erste Mal auf der Messe war,  wusste ich noch nicht, wie es läuft.

DIGITAL CAMERA
Glashalle Messe Leipzig

Die Bücher der kleinen Verlage kann man direkt am Stand kaufen, und zwar NUR DIREKT AM STAND. Ich habe jedenfalls in der Messebuchhandlung vergeblich danach gesucht. Und nach 4 Hallen plus Glashalle wollten wir nicht nochmal von vorne anfangen. Also, wer ebenfalls das erste Mal hinfährt, viel Zeit in Halle 5 einplanen!

Natürlich hatte ich vor, einen Haufen Geld für Bücher hinzulegen. Allerdings fand ich die Messebuchhandlung (Halle 4) aber enttäuschend. Das Angebot war keinesfalls vielfältiger als in einer gut sortierten kleinen Buchhandlung. Im Gegenteil: ich fand die Krimis und Fantasy-Literatur eindeutig überrepräsentiert. Das dürfte die Fans dieser Branche freuen. Mich hat es enttäuscht, nicht mehr neue Bücher von jungen, deutschen Autoren zu finden.

Da ich selbst schreibe, finde ich deutsche Schriftsteller zur Zeit besonders interessant, weil es ja natürlich ein Unterschied ist, in welcher Sprache jemand schreibt. Es geht mir nur um die Sprache selbst, die ja das Werkzeug ist. Geschichten von Menschen mit anderem, nicht-deutschen kulturellen Hintergrund interessieren mich durchaus.

Da ich befürchtet hatte, mich angesichts des zu erwartenden Überangebots kaum entscheiden zu können, habe ich mir vorgenommen, für mich nur Bücher von deutschen Autorinnen zu kaufen, vorzugsweise als Taschenbuch. Da das Angebot dann doch eher durchschnittlich war, konnte ich mich nicht daran halten. Oberstes Gebot war, mindestens eine Tasche voller Bücher mitzubringen. Wenigstens diese Auflage konnte ich erfüllen. Jetzt sehe ich wochenlangen Lesefreuden entgegen.

Advertisements

schreib, was du denkst!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s