Diesseits des Van-Allen-Gürtels

Ein kleiner Band mit 6 Erzählungen, wie man das heute so nennt. Meines Erachtens handelt es sich um Kurzgeschichten, die stark geschrieben sind und den Leser sofort gefangen nehmen.

Herrndorff erschuf in seinen Geschichten wunderbar lebendige Figuren, die in kuriosen Szenen an seltsamen Schauplätzen aufeinander treffen. Und da sie sich nun einmal begegnet sind, versuchen sie eine Zeit lang zu interagieren, bis sie feststellen, dass das Gefühl des Fremdseins bleibtdusseldorf-210678_640, und sie wieder auseinander driften.

Das Alleinsein erscheint als bessere Alternative, da es den Figuren zumindest die Anstrengung dauernder Missverständnisse erspart, die sich auf eine Begegnung nur solange einlassen, wie sie das Potential birgt, unterhaltsam zu sein.

Am Ende flüchtet sich jede wieder in ihren eigenen Mikrokosmos und bleibt dem Rest der Welt fremd und unverbunden. Auch wenn ein bisschen Melancholie dabei mitschwingt, bleibt das Ganze auf unbeschwerte Art amüsant.

Und ganz nebenbei zeugt dieses Buch von einer ganz besonderen Gabe, die meiner Meinung nach einen großen Reiz von Herrndorffs Geschichten ausmacht: Er war ein exzellenter Beobachter.

Unbedingt empfehlenswert!

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2 Gedanken zu “Diesseits des Van-Allen-Gürtels

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