David Benioff: Stadt der Diebe

Dieses Buch hat mich gequält, besonders im Nachhinein. Soll ich dazu schreiben oder es einfach beim Eintrag in die Bücherliste belassen? Da es sich um einen Bestseller handelt, kann man davon ausgehen. es sei genug darüber gesagt worden. Ich habe nachgelesen, was über dieses Buch geschrieben wurde – und mich gewundert.

Es kommt bei den Rezensionen gut weg. Einige bemängeln zwar die flachen Charaktere und zu viele Klischees, aber im Großen und Ganzen ist man zufrieden, findet es spannend.

Muss man einen Spiegel-Bestseller gut finden?

Ich habe beschlossen, dem Autor eine Chance zu geben. Ich werde also weiter lesen. Der Roman „25 Stunden“ und die 2011 erschienene Kurzgeschichtensammlung „Alles auf Anfang“ klingen doch ganz vielversprechend. Hier bleibt er auch im eigenen Land, und ist damit vielleicht  authentischer.

Dem Thema des besetzten Leningrads im Jahr 1941 wird er jedenfals nicht gerecht. Seine Figuren machen einen Spaziergang durch die grauenhafte Kulisse von Hunger, Tod und Elend. Und wenn es Tote gibt, wenn er seine Figuren opfert, kann man es gar nicht glauben. Es passiert aus heiterem Himmel! Die Geschichte hat so viel Potential, der historische Hintergrund weckt Erwartungen, die Benioff nicht erfüllen kann.

Schade.

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2 Gedanken zu “David Benioff: Stadt der Diebe

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