Stephen King: Das Leben und das Schreiben

Nach einer intensiven Schreibphase im Zuge meines Online-Kurses, habe ich es endlich geschafft, Kings Buch zu Ende zu lesen. Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht, aufgeteilt in die im Titel genannten Bereiche.

Der autobiografische erste Teil des Buches ist im Hinblick auf das Milieu, in dem Kings Bücher vorwiegend spielen, durchaus interessant. Und natürlich versteht es der Kult- und Bestseller-Autor, seinen Leser gut dabei zu unterhalten.

Vergeblich versucht man bei Wikipedia mehr zu erfahren, eher scheinen mir die Informationen dort eine Kurzfassung des biografischen Buchabschnitts zu sein.

Ich habe bislang nur 2 King-Romane gelesen – „Der Todesmarsch“ vor c.a. 20 Jahren, und „Der Turm“ im letzten Jahr – da das Genre nicht wirklich meinen Vorlieben entspricht. Doch das Buch hat mich neugierig gemacht. Würde mich nicht wundern, wenn in nächster Zeit das ein oder andere King-Buch folgt.

Ausschlaggebend für den Kauf war aber Teil 2 des Buches, der über das Schreiben. Denn mein Hauptanliegen zur Zeit ist es, ein für mich stimmiges System zu finden:

  • Wertvolle Tipps für eine gute Planung, ohne sich in Details zu verlieren,
  • Anregungen, wie man im Schreibfluss bleiben und Schreibblockaden umgehen kann.
  • einen Motivationsschub, der für mich immer von Texten über das Schreiben ausgeht, solange sie mit Leidenschaft geschrieben wurden.

Ich kann sagen: Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Wenn man King eins nicht nachsagen kann, dann ist es ein Mangel an Leidenschaft. Als er im letzten Teil des Buches auf die äußeren Umstände seiner Entstehung eingeht, und erklärt, warum ihm das Schreiben schwer gefallen ist, war ich überrascht. Denn das merkt man ihm nicht an.

King schreibt mit Leidenschaft, egal, wie man zum Genre steht, und er schreibt unglaublich schnell. Fast möchte man von Besessenheit sprechen, wie sonst könnte er den Markt derartig überschwemmen?

Was er noch tut, und er wird nicht müde, es weiter zu empfehlen: Er liest, und zwar ebenso unglaublich schnell. Sein wichtigster Tipp: Viel Lesen und viel Schreiben

Für mich war das Buch absolut motivierend, nicht zuletzt wegen der lässigen Art, in der er schreibt. Zum Glück ist er nicht penibel. Sehr beruhigend finde ich seine lockere Einstellung zur Entwicklung des Plots. Typisch, was er über die Muse schreibt – hier eine Kostprobe:

Warten Sie nicht auf die Muse! Wie ich schon sagte, ist er ein starrköpfiger Typ, der sich von dem ganzen kreativen Getue kaum bezirzen lässt. (…) Sie müssen einfach nur sicher stellen, Dass die Muse weiß, wo Sie jeden Tag zwischen neun und zwölf oder zwischen sieben und drei zu finden sind. Wenn er Bescheid weiß, kommt er mit Sicherheit früher oder später vorbei, kaut auf seiner Zigarre und wirkt seine Magie. (S. 191/192)

 

So viel für heute. Hier ein Beitrag über seine Empfehlungen bzgl. des Schreibens

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2 Gedanken zu “Stephen King: Das Leben und das Schreiben

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