Fazit: In 8 Wochen Tippen lernen

Im Zuge meiner Buchvorbereitungen habe ich mich entschieden, mit dem Online-Programm
„Tip 10“ das Zehnfingersstem zu lernen.
Da ich schon früher mehrere Versuche unternommen hatte, zweifelte ich durchaus an meinem Durchhaltevermögen. Diesmal waren aber zwei wesentlich Faktoren anders:

  1. war die Motivation groß, da mir das Schreiben im Zehnfingersystem unendlich viel Zeit beim Manuskriptschreiben ersparen würde. Es mit vier Fingern zu schreiben grenzt ja auch an Wahnsinn, oder?
  2. das Üben der Lektionen mit einer Software, ist wesentlich komfortabler als mit einem Übungsbuch und spornt durch seine Statistik an, dabei zu bleiben. „Tip 10“ ist didkatisch sinnvoll aufgebaut, so dass ich selten über- oder unterfordert war. Da sie zudem kostenfrei ist, kann man eigentlich nichts falsch machen.

Woche 1-4

Angefangen habe ich mit 3 Lektionen a 5 Minuten / 2x täglich (=30 Min.)
Das wären 56 Übungszeiten in 28 Tagen. Tatsächlich waren es immerhin 52. Das ergab ein Training von 13h, 5min.

Woche 5-7

Da ich Probleme mit der Konzentration hatte, habe ich die Dauer der Lektionen auf 10 Minuten erweitert. Das wurde in den Abendsitzungen schwierig, teilweise unmöglich. Die Regelmäßigkeit ging baden. Die Lektionen wurden zunehmend schwieriger, entfernten sich immer mehr von normalen Texten. Sie waren eher eine Anhäufung von Sonderzeichen, die meinen Fingern eine nicht vorhandene Beweglichkeit abverlangten. Zum Ausgleich habe ich sog. „freie Lektionen“ geübt. Dabei handelt es sich um Übungstexte, die unabhängig von Stand des Übenden sind, also erst ab einem gewissen Fortschritt sinnvoll sind.
Man könnte auch eigene / andere Texte schreiben, hätte aber das Hin und Her zwischen Text und Bildschirm, das einem im Tipp-Programm erspart bleibt. Außerdem habe ich die Hilfen des Programms reduziert – ein absoluter Pluspunkt, dass man sich einige Parameter individuell einstellen kann.

In 21 Tagen schaffte ich 83 Lektionen a 10 Minuten. In dieser Zeit kamen also noch einmal 13 h und 50 min Training dazu.

8. Woche

Seit dieser Zeit habe ich das Programm zunehmend zum „warm“schreiben genutzt. Ich schreibe keine Übungslektionen, sondern nur noch die freien Lektionen ohne Zeitlimit. Ich habe auch nicht mehr kontinuierlich Buch geführt.

Mein Fazit lautet: Es hat sich gelohnt. Ich habe erreicht, was ich mir erwartet habe, nämlich schneller zu schreiben, und – was ein bedeutender Fortschritt ist – blind, soll heißen, mit Blick auf den Bildschirm. Das halte ich für den eigentlichen Gewinn, dass ich mich immer mehr auf den Text konzentrieren kann.
Notwendig ist eine gewisse Kontinuität. Lieber mal eine kürzere Übungseinheit machen, als gar nicht üben. Und länger als einen Tag Pause sollte man sich in den ersten Wochen (Aufbauphase) nicht leisten. Das Lerntempo variiert individuell.
Ein weiterer – unerwarteter – Gewinn ist, dass ich, auch nach längerem Schreiben nur noch selten Schmerzen habe. Das war vorher nicht so und hat mir durchaus Sorgen gemacht.

In den letzten 10 Tagen erreichte ich ein Tempo von 137-164 Anschlägen / Minute.

Gleichzeitig lag die Fehlerquote zwischen 1,6 – 2,8%.

Natürlich ist es sinnvoll, das Tempo zu drosseln, um die Fehlerquote niedrig zu halten. Manchmal gehen aber die Pferde mit mir durch. Das „Warmschreiben“ macht für mich nach wie vor Sinn, da es nach einer Einschreibphase einfach glatter läuft.

 

 

 

 

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