Schreiben unter Beobachtung (6) – letzter Teil

Romankonzept – der Plot

Nun musste die Geschichte auf 5 Seiten niedergeschrieben werden. Schwierig fand ich dabei, den richtigen Schreibstil zu finden. Es ging ja noch nicht ums Erzählen. Thema der Aufgabe war die innere Logik und die äußere Abfolge des Geschehens.
Wie ist die Ausgangssituation?
Wodurch verändert sie sich?
Wie ist die neue Situation?

Im Prinzip wiederholen sich die beiden letzten Fragen, bis zum Ende der Geschichte. Da ich die Geschichte später aus Sicht der Protagonistin schreiben werde, habe ich das auch in dieser Aufgabe gemacht, allerdings mittels eines Erzählers. Ich habe noch keinen Wert auf einen flüssigen oder fesselnden Erzählton gelegt, sondern einfach die Entwicklung der Geschichte in ganzen Sätzen geschildert.
Diese 5 Seiten sollen die Grundlage für das Exposé bilden. In diesem Fall müsste ich es aber noch gründlich überarbeiten, und die sprachlichen Aspekte wesentlich stärker in den Vordergrund rücken. Darüber werde ich mir Gedanken machen, wenn es so weit ist.

Das nun entstandene Romankonzept wurde im Folgenden weiter ausgebaut. Im nächsten Schritt wurde der Text auf 10 Seiten erweitert, und es sollte eine Kapiteleinteilung vorgenommen werden. Wichtig war an dieser Stelle noch einmal die innere Logik der Geschichte.
Welche Informationen muss der Leser wann erhalten?
In Welcher Reihenfolge und mit welchem zeitlichen Abstand entwickeln sich die Dinge? Ruft eine Handlung z. B.eine impulsive Reaktion hervor, so muss diese relativ zeitnah geschehen.
Hier entstand bereits das Konzept, die Geschichte in 16 Kapiteln und einem Brief – als Epilog sozusagen – zu erzählen. So habe ich es bis jetzt geplant. Natürlich kann es auch während der Vorbereitungen für das Manuskript noch größere Veränderungen geben, die eine Änderung der Kapitelzahl ergeben. Vermutlich kann das auch während des Schreibens noch passieren. Ich denke, man muss dabei immer abwägen,
ob die Abänderung den Roman deutlich verbessert,
ob diese Verbesserung tatsächlich eine Änderung der Kapitelzahl notwendig macht und
ob diese Änderung für die Geschichte wirklich von Bedeutung ist.

Zum Schluss wurden die einzelnen Kapitel auf ihre Spannung überprüft und nachgebessert. Ich halte es für eine gute Methode, schon vor dem eigentlichen Schreiben die Stellen abzuklopfen, die später unangenehme Längen bekommen könnten. Besser, man wirkt von vornherein dagegen, als dass man sich später von lieb gewonnenen Passagen oder gar Kapiteln wieder trennen muss.

Nachdem die Story stand, bestand die letzte Aufgabe darin, den Anfang des Romans zu schreiben. Da ich keine halben Sachen mag, bedeutete das für mich, das ganze erste Kapitel. Wenn ich also nach den Ferien mit dem Manuskriptschreiben beginne, handelt es sich um 15 Kapitel und einen Brief.
Dass der Anfang des Buches noch Teil des Schreibkurses war, hat mir viel Sicherheit gegeben. Ich halte das Konzept dieses Schreibkurses für absolut gelungen und denke, dass ich sehr davon profitiere.

Mehr zum Thema auf der Seite PROJEKTE

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2 Gedanken zu “Schreiben unter Beobachtung (6) – letzter Teil

  1. Ich wünsche dir viel Erfolg. Deine Vorgehensweise ist auf jeden Fall sehr gründlich, jetzt musst du nur noch beim Schreiben durchhalten. Für mich ist das Schreiben der viel angenehmere Teil, verglichen mit dem Planen. Wenn die Planung steht, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Ich wünsche dir dasselbe. 😄

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