Zitate – Quellenangaben – Literaturverzeichnis

Warum wird bei Prosatexten vom Zitieren abgeraten?
In mein Manuskript wollte ich eine Figur in Zitaten sprechen lassen. Eigentlich gefiel mir die Idee gut. Aber ist sie auch umsetzbar? Noch einmal habe ich mich mit dem Thema beschäftigt, um die Frage endlich zu klären, ob ich die Figur so lasse oder nicht.

Offenbar ist die Verlockung groß, Zitate in den eigenen Text aufzunehmen, z. B. aus Filmen oder Songs. Das schließe ich aus den vielen Anfragen in Schreibforen  zu diesem  Thema. Allerdings ist das Urheberrecht an dieser Stelle stärker, als ein unverfängliches Regularium. Es gelten folgende Regeln:

  • Das Zitat soll die Aussage des eigenen Textes belegen bzw. verstärken. Das heißt, dass man selbst seine Aussage macht und das Zitat nur hinzuzieht. Macht der Text ohne das Zitat keinen Sinn, hat man es sich zu leicht gemacht.
  • Das Zitat darf nur so lang sein, wie nötig. Das heißt: Es soll möglichst knapp und präzise die eigene Aussage belegen. Auch soll die Länge des Zitats in einem angemessenen Verhältnis zur Länge des eigenen Textes stehen. Auf keinen Fall sollte man ganze Songtexte abtippen
  • Formalien: Das Zitat muss immer korrekt wiedergegeben werden. Auslassungen müssen (…) kenntlich gemacht werden. Idealerweise in eckigen Klammern (, die hier im Zeichensatz nicht vorgesehen sind.)

    Das Zitat wird durch Anführungszeichen und / oder Einschub und / oder kursiv setzen vom eigenen Text abgehoben.

    Interessant ist vielleicht der Hinweis, dass die Anführungszeichen
    so deutsch „    ”
    und so englisch ”   ” sind.

  • Quellenangabe. Zu jedem Zitat muss die Quelle in vorgeschriebener Form angegeben werden:
    1. Kurzbeleg als Fußnote oder direkt im Anschluss an das Zitat in Klammern
    (Autor, Titel, Jahr, S.)
    2. Vollständige Quellenangabe im Literaturverzeichnis. In jedem Fall muss im Anhang die komplette Quellenangabe erscheinen, der Kurzbeleg im Text ist nur ein Verweis auf das Literaturverzeichnis.
    Autor, Titel. Untertitel. Band. Übersetzung. Auflage. Ort Jahr. Man kann auch den Verlag mit angeben (üblich im engl. Sprachraum).

Für die Quellenangabe gibt es diverse Variationen. Man sollte sich für eine entscheiden, und dabei bleiben. (Die Umsetzung in meinen Bücherlisten steht noch aus.)

Bei Filmzitaten sind die Minuten anzugeben und die Quelle (DVD, Blue-ray, web,…)

Trotzdem sollte man sich gut überlegen, ob man im Prosatext zitiert. Denn gerade die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Beleg der eigenen Textaussage handelt, ist hier schwer zu entscheiden. Und bei Filmzitaten und Songtexten handelt es sich meist nicht um das deutsche Urheberrecht, mit dem man es aufnimmt.
Man sollte auch bedenken, dass das Urheberrecht dem Autor eines Textes das Recht gibt, zu entscheiden, wo dieser erscheinen soll. Gerade als Autor sollte man das Urheberrecht anderer Autoren besonders achten.
Aus diesem Grund habe ich mich auch entschieden, ohne Zitate auszukommen, obwohl es natürlich gut gepasst hätte, und obwohl das Umschreiben einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Mir scheint es eine grundsätzliche Frage zu sein, die ich vorläufig für mich entschieden habe.

https://studi-lektor.de/tipps/zitieren/zitate-literaturverzeichnis.html

http://rechtsanwalt-schwenke.de/texte-richtig-zitieren-statt-plagiieren-anleitung-mit-checkliste/

http://www.annette-boeckler.de/hjs/literaturangaben.htm

http://www.ub.uni-konstanz.de/fileadmin/Dateien/Fachreferenten/Hafner/tff/hafner_ochsner_2012-06-27_zitiertechnik-film-mit-beispielen.pdf

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