Liebster Blog Award

Hanna hat mich für den Liebster-Blog-Award nominiert. Vielen Dank für diese Ehre!
Hannas Antworten und die weiteren Nominierten kann man HIER nachlesen.

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Dies sind meine Fragen und Antworten:

1. Eine Fee erscheint dir nachts im Traum und du darfst dir eine persönliche Fähigkeit wünschen, die du nach dem Aufwachen für immer haben wirst. Welche würdest du nehmen und was willst du damit anstellen?

Ein besseres Gedächtnis! Wenn ich überlege, was ich schon alles gelesen – und wieder vergessen habe – es ist zum Verzweifeln!
Ehrlich, ein funktionierendes Langzeitgedächtnis wäre eine Supersache.

2. Du sitzt früh morgens zusammen mit einem Mann in der U-Bahn, der genau das Buch liest, das du auch unbedingt lesen willst, aber noch nicht gekauft hast. Als er aussteigen will, steckt er es außen in seine Aktenmappe, verliert das Buch aber, weil er es nicht richtig in die Tasche gesteckt hat. Das Buch liegt vor dir auf dem Boden. Niemand anderes sieht es, auch der Mann nicht, der noch an der Tür steht und wartet, dass die U-Bahn hält. Was würdest du tun?

Ich würde das Buch zurückgeben und ihn bei der Gelegenheit gleich dazu befragen. Ich finde es immer spannend, was Anderen an Büchern gefällt. Meist sagt es mehr über sie selbst aus, als über das Buch. Gerade das interessiert mich.
Wenn ich lange genug daran gedacht habe, ein Buch zu lesen, werde ich es sowieso irgendwann kaufen. Wahrscheinlich beim nächsten Online-Shopping-Trip.

3. Jemand will dir etwas schenken. Du hast die Wahl zwischen einem Kindle und einem absolut noblem Edel-Füllfederhalter. Wofür würdest du dich entscheiden und warum?

Ich würde auf jeden Fall den Füller nehmen und ihn für ganz besondere Gelegenheiten einsetzen, z. Bsp. für mein Ideenbuch, in dem ich alles für mein nächstes Buchprojekt sammle. Die Ideen kommen mir in letzter Zeit immer öfter, je weiter ich mit meiner Überarbeitung vorankomme. Es scheint so eine Gegenreaktion auf die Torschlusspanik zu sein: Die Angst, mir könnte nichts Gutes einfallen.
Von meinem ersten Kindle habe ich mich unlängst getrennt, da ich dem Ausgeliefertsein von Medienanbietern soweit wie möglich entgehen will. Mein neuer Reader ist von Tolino, und ich betreibe ihn ausschließlich offline.

4. Stephen King bittet dich auf ein Abendessen zu sich und seiner Frau nachhause. Was ziehst du an, was nimmst du als Geschenk mit?

Ich würde mich mehr darauf vorbereiten, meine Englisch-Kenntnisse aufzufrischen, und mir noch schnell einen Original-King zu Gemüte führen, als über die Kleiderfrage nachzudenken. Ich ziehe an, was meiner Tageslaune entspricht, King hin oder her.
Als Geschenk vielleicht eine Packung weißer Mäuse? Haribo geht ja immer …

5. Wegen einer ansteckenden Krankheit, gegen die es noch kein Mittel gibt, wirst du vermutlich ein Jahr allein auf einer Insel verbringen. Du darfst nur eine kleine Sporttasche mit Dingen zu deinem Zeitvertreib mitnehmen. Es gibt auf der Insel weder Handynetz noch WLan. Was wäre in deiner Tasche und was planst du für die Zeit?

Selbst in eine kleine Sporttasche passen doch ’ne Menge alter Schinken. Vielleicht würde ich mein Nabokov-Projekt fortsetzen, und Dickens, Flaubert usw. lesen. Natürlich würde ich auch neue Literatur mitnehmen, vorzugsweise nach 2000 geschrieben. Ich würde was zu Schreiben mitnehmen und mich viel mit Sprache beschäftigen.
Bestimmt wäre dann noch etwas Platz für Sonnencreme, eine Wasserflasche und einige Campingartikel. Der Rest wird improvisiert.

6. Dein Partner stellt dich vor die Wahl. Entweder er/sie oder das Schreiben. Wie reagierst du?

Das würde er zum Glück niemals tun. Ohne meinen Freund wäre ich, was das Schreiben angeht, gar nicht soweit gekommen. Er hat mich gerade in der Anfangszeit unglaublich bestärkt. Und, obwohl er von meinem Buch noch kaum was zu lesen durfte, hat er einen unerschütterlichen Glauben in meine Schreib- Fähigkeiten. Was täte ich ohne ihn?

7. Du hast eine Kurzgeschichte geschrieben, die du unglaublich toll findest. Aber alle um dich herum finden sie ganz furchtbar. Ändert das deine Einstellung zu deiner Geschichte?

Alle? Wirklich alle?
Das würde mir schon zu denken geben. Zuerst wäre ich tödlich beleidigt. Ich würde das Ding in die Ecke legen und es würde jeden Tag an meinem Stolz nagen, mich zum Grübeln bringen. Und irgendwann  wäre ich bereit, nachzufragen, was ihnen nicht gefällt. Natürlich muss man beim Schreiben keine Leserwünsche bedienen. Wenn aber allen dasselbe fehlt oder nicht gefällt, ist wahrscheinlich was dran. Dann würde ich der Sache nachgehen. Wer schreibt, muss an seiner Kritikfähigkeit arbeiten, ohne sich selbst aufzugeben. Das ist eine der größten Aufgaben dabei.

8. Was gibt dir das Schreiben und/oder Bloggen?

Das Schreiben über Gelesenes und Geschriebenes, über den Prozess des Schreibens, den ich ja gerade erst  lerne, hilft mir, alles besser zu verarbeiten und sortiert zu bekommen.
Ich mag es,  zu lesen, wie andere mit denselben Schwierigkeiten umgehen, was für Lösungen sie finden, was sie voranbringt. Immer wieder zeigt sich:
1. Der Prozess ist – mit all seinen Hürden – im Großen und Ganzen ähnlich und
2. Das Schreiben ist eine hochgradig individuelle Entwicklung.
Diese Spannung macht den Austausch mit anderen Schreibenden so interessant.

9. Mit welchem zeitgenössischen Schriftsteller würdest du dich gern im Café treffen und mal ausgiebig über sein letztes Buch und seine Arbeit plaudern?

Cornelia Funke,  Daniel Kehlmann, Andreas Steinhöfel, Rainer Wekwerth, Juli Zeh

10. Heute in fünf Jahren. Was hast du dann in Sachen Schreiben und Veröffentlichen erreicht?

Natürlich habe ich mein derzeitiges erstes Schreibprojekt (Jugendbuch) veröffentlicht, und auch das zweite, das noch im Stadium der Ideensammlung steckt.
Schön wäre, wenn ich dann allmählich meinen Roman fertigstellen könnte, der mein allererstes großes Schreibanliegen war. Leider ist er durch meine Anfangsschwierigkeiten vorläufig versandet. Ich halte ihn aber von der Idee für gut, und es steckt auch viel von mir selbst drin. Ich werde Vieles neu oder umschreiben müssen.
Dann schwirrt mir noch ein Familiengeschichten-Projekt durch den Kopf, das mir aber fast noch unübersichtlicher zu sein scheint, als der Roman.
Wenn ich bedenke, wie beim Schreiben die Zeit rast, kann ich mir kaum vorstellen, wie viel ich bis dahin geschrieben haben werde. Bestimmt kommen neue Ideen dazu. Das passiert ja ganz nebenbei beim Schreiben. Das Veröffentlichen ist auf jeden Fall eine feste Größe in meiner Zukunftsvision. Wer verzichtet schon freiwillig auf die Lorbeeren?

 

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3 Gedanken zu “Liebster Blog Award

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