Schreibübung: 1. Oma Hilbert

Wenn der Alte schlechte Laune hatte, trollten sich Oskar, Benni und Kalle filler-146473_640und suchten das Weite. Dann zogen sie los wie die Dorfkater, die breitbeinig mitten auf der Straße stolzierten, und überall nach dem Rechten sahen, nahmen Notiz von jeder Veränderung, grüßten die Alten, lachten über die Kleinen. Doch die Rivalen, die anderen Jungen im selben Alter, die wie sie das Dorf für sich beanspruchten, beobachteten sie nur aus den Augenwinkeln. Dabei reckten sie sich so gut es ging, um wenigstens ein bisschen größer zu scheinen. Sie blieben tapfer in der Mitte der Straße, stellten sich den anderen entgegen, mochten es noch so viele sein. Gab es eine Pattsituation, ging man schnaubend und rempelnd aneinander vorbei, ohne allzu starke Hiebe auszuteilen. Waren sie den anderen überlegen, stürzten sie los und jagten sie bis auf die Felder des alten Westermanns, um dann mit dem lässigem Gang der Sieger zurückzukehren, die Hose fast bis zu den Knien gerutscht, sodass die Mädchen einen Ausblick auf ihre Boxershorts bekamen. Die wandten sich angewidert ab, registrierten aber sehr wohl, ob es eine andere war, als gestern. Zwei Tage in Folge dieselbe Unterhose, schon war man bei den Mädchen unten durch.
(…)

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2 Gedanken zu “Schreibübung: 1. Oma Hilbert

  1. Hallo Theresa, danke fürs Folgen. Zu Deinem Text: Das ist atmosphärisch sehr dicht und macht micht neugierig auf eine Fortsetzung. Kleiner Hinweis: Im mittleren Textteil ist nicht immer ganz klar, wer „sie“ sind, die Helden Deines Textes oder ihre Rivalen.

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