Aus Fehlern lernen …

Am liebsten natürlich aus den Fehlern von anderen – tut nicht so weh.

3sat überträgt live die Lesungen zum Bachmann-Preis sowie die anschließende Kritik der Jury. Es gibt einen Live-Stream und die gelesenen Texte stehen als PDF-Download zur Verfügung.

Natürlich handelt es sich bei den gelesenen Texten um E-Literatur, und Manches, was von der Jury besprochen wird, ist schon ziemlich abgehoben.
Manchmal gibt es auch ganz konkrete Kritik, z. Bsp. beim Text von Sven Recker. Die Jury war sich einig, dass die Figuren klischee- oder schablonenhaft seien. Dass das nicht für alle Juroren als Manko gesehen wird, zeigt uns in welcher Liga dort gespielt wird.

Auch in anderen Sparten der Kunst fragt man sich ja oft, ob der Künstler sich tatsächlich über all das den Kopf zerbrochen hat. In manchen Fällen denke ich mir, hat der Autor vielleicht einfach nur aus der Hüfte geschossen und intuitiv getroffen.
Aber darum geht es ja auch nicht.  Interessant ist, was sprachlich hervorgehoben wird und auch an der Gesamtkonzeption des Textes. Vieles ist nicht direkt verwertbar oder nicht so oder nicht sofort.
Lässt man die ganze Veranstaltung auf sich wirken, bleibt was hängen: Die Perspektive auf Texte – auch die eigenen – verändert sich. Vielleicht nur um ein paar Grad. Aber alles, was den eigenen Horizont erweitert, ist ein Gewinn.

Und vielleicht ist man dann einfach nur froh, nicht selbst auf dem heißen Stuhl zu sitzen.
Morgen geht es weiter. Preisvergabe ist Sonntag.

 

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