Wie lange braucht ein Manuskript?

Beim Schreiben scheint die Zeit besonders schnell zu vergehen. Ich stelle immer wieder fest, dass ich mehr Zeit brauche, als ich eingeplant habe. Vielleicht ist das kein Wunder, wenn es sich um das erste (abgeschlossene) Manuskript handelt. Dennoch schmerzt es. Die Überarbeitung dauert bereits 6 Monate. Das waren Monate intensiven Arbeitens, und ich kann behaupten, dass der Text mit jedem Überarbeitungsschritt besser geworden ist. Also ist doch alles gut, oder?

Zum Anfang der Sommerferien wäre ich gerne fertig geworden – weil es so gut gepasst hätte. Schon allein wegen der Testleser, die dann viel Zeit gehabt hätten, sich durch das Buch zu arbeiten. Jetzt sind die Ferien fast vorbei, der August schon fast umgeblättert. Und?

Aus den ursprünglich 16 Kapiteln mit sehr unterschiedlicher Seitenzahl sind 18 geworden. Ich habe gestern das 12. Kapitel abgeschlossen, letzte (sprachliche) Überarbeitung. Der innere Antrieb lässt nach. Ich habe mich entschlossen, etwas mehr Druck zu machen. Wenn das ganze zäh wird, ist das keine gute Grundlage, um über den Feinschliff zu wachen.

Vielleicht ist es besser, ranzuklotzen. Mehr konzentriertes Arbeiten, weniger parallel lesen. Und das Training nicht vernachlässigen. Bewegung ist wichtig und schafft den notwendigen Ausgleich.
Nachdem mir die sprachliche Bearbeitung anfangs eher schwammig vorkam, weiß ich jetzt, worauf es ankommt. Es ist also einen Versuch wert, mehr Tempo ins Spiel zu bringen. Schnellere Fortschritte sind auch ein Antrieb, weiterzumachen, durchzuhalten.

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8 Gedanken zu “Wie lange braucht ein Manuskript?

  1. Ich brauche immer Distanz zum Text, um beim Überarbeiten genügend kritisch sein zu können, aber auch, um zu sehen, was gelungen ist. Da hilft bei mir nur Zeit. Außerdem langweilen mich meine eigenen Texte schneller als fremde Texte. Ich muss mich also richtig zwingen, den Text noch mal und noch mal zu lesen. Nach einigen Wochen Pause geht das leichter, da kann ich mich dann selbst wieder überraschen

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  2. Für manche Texte brauche ich viel Zeit und bei manchen zaubere ich die Überarbeitung förmlich aus dem Hut. Das Thema Ungeduld kenne ich auch, ebenso wie die Lust auf etwas Neues. Da ich meist an 2-3 Projekten zeitgleich arbeite, gibt es aber auf jeden Fall immer ausreichend Abwechslung. Über die Jahre hat sich heraus gestellt, dass ich so am besten arbeiten kann.

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