Hans Peter Roentgen: Drei Seiten für ein Exposé

Im Regal hatte ich es schon länger stehen, habe wohl auch schon mal reingeschaut, wie mir die Bleistiftkrakel auf den ersten 30 Seiten zeigten.
Auf erstaunlich vielen Seiten erklärt H.P. Roentgen die Tücken des Exposés. Da mir sein Buch „Spannung“ enorm beim Überarbeiten des Plots geholfen hat, habe ich es brav durchgelesen. Hier meine Gebrauchsanweisung:

Roentgen empfiehlt, Pitch und Exposé zum Entwickeln der Geschichte zu nutzen, d. h. ein erstes Exposé gleich zu Beginn der Arbeit am Buch zu verfassen. Bei meinem nächsten Buchprojekt würde ich das auch in Erwägung ziehen. Für diesen Fall ist vielleicht die erste Hälfte des Buches besonders interessant.

Teil I           S.9-12
Erklärt wird zunächst, was Exposé und Pitch sind, was hineingehört und was nicht.

Teil II          S.13-100
In bewährter Manier zeigt Roentgen anhand von Textbeispielen, was gut und was weniger gelungen ist. Hier müssen offenbar Texte seiner Schreibschüler herhalten, die er anschließend lektoriert. So entsteht allmählich ein Gefühl dafür, worum es geht. Wichtige Eckdaten sind die Plotpoints der Geschichte, sowie der Spannungsbogen, der Anfang und Ende verbindet. Welche Figuren erscheinen im Exposé? Welche Handlungsstränge gehören dazu?
Abgesehen vom Inhalt geht es auch darum, in welchem Ton geschrieben wird, und wie konkret erzählt werden soll. Hier zeigt Roentgen auch Schwächen im Plot auf.

Teil III        S.101-155
Jetzt wird es konkret. Roentgen erklärt, wie man von einer ersten Zusammenfassung des Manuskripts zu einem 2-3seitigen Exposé kommt. Dabei wird nicht gleichmäßig gekürzt, sondern gezielt herausgenommen, wer oder was nicht zum zentralen Konflikt gehört. Wieder gibt es Beispiele, die lektoriert werden.
Hier wird auch gezeigt, welche formalen Kriterien eingehalten werden sollten, was noch zum Anschreiben gehört, wie ein Kurzexposé aussieht.

Teil IV        S.156-181
Roentgen befragt Vertreter verschiedener Literaturagenturen, was sie im Exposé haben wollen, was sie stört, in welchem Umfang und mit welchen Zusatzmaterial sie sich ein Exposé wünschen. Hier werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutlich. Häufig wird auch auf der Website der Agentur gesagt, wie das Exposé aussehen sollte.

Für mich war der Begriff Exposé vor der Lektüre schwammig. Unsicherheit ist keine gute Voraussetzung, etwas Gutes hervorzubringen. Jetzt fühle ich mich gewappnet.
Fazit: 12,90€, die sich rentiert haben. (Das Buch steht in der Bücherliste SCHREIBEN)

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