Mit halber Kraft voraus

Nachdem die Testleser-Exemplare verschickt waren, brauchte ich eine Pause. Tatsächlich habe ich nach zwei Wochen schon einen guten Abstand zum Text bekommen, was sicher auch daran lag, dass ich gedanklich beim nächsten bin.

Der neue Plot ist noch nicht planbar, da die Idee noch in ihren Ansätzen steckt. Der Hintergrund der Geschichte liegt in der Vergangenheit, weshalb ich mich mit dieser Zeit beschäftige, mich sozusagen an das Thema heran lese. Dabei jongliere ich mit den Möglichkeiten, die sich aus den Fakten ergeben. lote neu aus, korrigiere, verwerfe, lasse sacken, bis es eben irgendwann passt.

Daneben lese ich, bin aufnahmebereiter als in der intensiven Überarbeitungsphase, nehme mir auch mehr Zeit dafür. Tagsüber zu lesen, hat Urlaubsflair, auch, wenn das Wetter sich dieser Illusion nicht hingibt. Die Bücherliste füllt sich nach und nach. Und ehrlich gesagt bin ich froh, das Jugenbuch-Genre – was das Lesen angeht – hinter mir zu lassen. Wahrscheinlich habe ich deswegen bei Pleschinski angebissen. Aber zum Thema Schreiben bietet sich auch noch das ein oder andere Schätzchen an, das noch unverrichteter Dinge im Regal steht.

Fast habe ich den Eindruck, mich zu sehr von meiner Geschichte entfernt zu haben, es steht ja noch das Exposé aus. Montag war Stichtag, und ein bisschen musste ich mich zwingen. Der Einstieg ist – wie immer – schwer. Klar, kann man später nachbessern, aber dann wird es auch nicht leichter. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Zähneknirschend habe ich dann irgendwie doch angefangen, zu schreiben.

Ich habe die ganze Geschichte ( abgesehen von Nebenhandlungen und Nebenfiguren) aufgeschrieben. Das liest sich sehr hölzern und ist noch viel zu lang: 6 Seiten.
Das bedeutet, dass ich etwa die Hälfte streichen muss. „Geht doch …“, dachte ich und beschloss im selben Moment, den Text einen Tag ruhen zu lassen. Dann fallen beim nächsten Anschauen gleich ein paar Stellen ins Auge, die man guten Gewissens streichen kann. Anhaltspunkt dürfte auch die Zahl der (namentlich genannten) Figuren sein, die sehr hoch ist.

Dennoch wird es sicher nicht leicht werden, da ja auch im Exposé gezeigt werden soll, wie sich die Geschichte entwickelt, also sich eins aus dem anderen ergibt. Aber darüber kann ich dann immer noch nachdenken, denn heute habe ich ja Exposé-frei.

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5 Gedanken zu “Mit halber Kraft voraus

  1. Hallo Theresa, ich werde gerade neidisch, dass Du es schaffst, das Manuskript zur Seite zu legen. Genau das sollte ich momentan auch gerade machen. Leider trudeln gerade die ersten Meckereien meiner Testleser ein und ich bekomme das unheimliche Gefühl, noch unbedingt an dieser Szene etwas zu feilen und jene Szene umzuschreiben und sollte zwischen Kapitel 3 und 4 nicht doch noch eine komplett neue Szene geschrieben werden? Und zack – der gute Vorsatz ist weg und beschäftige mich doch wieder mit meinem Geschreibsel.
    Ich drücke Dir die Daumen für das Exposé (wenigstens das ist mittlerweile zu meiner Zufriedenheit) und wünsche Dir viele Anregungen und Zuspruch von Deinen Testlesern (die Dich hoffentlich nicht so verwirren wie meine mich).
    Liebe Grüße
    Bianca

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  2. Liebe Theresa, danke für den Zuspruch. Das braucht’s manchmal. Habe es mir zu Herzen genommen und bin für 2 Tage vor dem Rechner geflüchtet. Zwei Tage kein Internet, kein Manuskript, keine E-Mails – herrlich. Jetzt geht’s mir besser und der Kopf ist wieder frei und es macht wieder Spaß am Text zu arbeiten.
    Liebe Grüße
    Bianca

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