Exposé – die dritte

Wieder habe ich einen Tag Pause eingelegt. Ich brauche das im Moment, und da das Manuskript bei den Testlesern gut aufgehoben ist, warum nicht?

Heute habe ich mich mit der Sprache befasst, und tatsächlich liest es sich schon geschmeidiger. Ich hatte mir vorgenommen, zu erzählen statt nur den Ablauf der Handlung nieder zu schreiben. Für den Anfang war das ganz okay. Natürlich ist der Text nicht kürzer geworden, aber auch nicht länger. Ich stehe immer noch bei dreieinhalb Seiten.

In dem Buch von H.P. Roentgen werden einige Exposés vorgestellt und besprochen. Bei fast allen, waren sie nun gelungen oder nicht so gut, fand ich es sehr anstrengend, die komprimierte Handlung nachzuvollziehen. Daher habe ich mir vorgenommen – so schwierig das ist – lieber mehr herauszunehmen zugunsten der Lesbarkeit. Ich hoffe es gelingt mir, ohne dass die innere Logik verloren geht. Die soll ja auch im Exposé erkennbar sein.

Ich denke, man sollte den Leser an erste Stelle setzten, schließlich ist er der Entscheider. Also gilt es, klar und leicht zu erzählen und Lust auf mehr Text zu machen. Das ist die Challenge, trotz großer Geschichte auf wenig Papier.

Morgen ist Ruhetag, dann geht es weiter.

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9 Gedanken zu “Exposé – die dritte

  1. Seit den extremen Geburtswehen beim Exposé meines Erstlings (der still und friedlich in den Tiefen einiger USB-Festplatten ruht, aber das ist ein anderes Thema …) gehe ich ja – aus gutem Grund – beim Exposé anders herum vor:
    Ich schreibe erst das (Arbeits)Exposé, dann das Manuskript, allerdings ohne mich sklavisch daran zu halten. Der Vorteil ist, dass man anhand der Komprimierung auf eine DIN A4 Seite wunderbar den Spannungsbogen des Haupthandlungsstrangs überprüfen kann (was ich auch konkret nutze, indem ich das Arbeitsexposé meiner Freundin Bianca Riescher zur Kritik übergebe) sondern man hat den Pudding damit an die Wand genagelt, noch ehe sich komplizierte Nebenhandlungsstränge überhaupt entwickeln können.
    Nachdem das Manuskript dann fertig ist, brauche ich das Arbeitsexposé – das ich wirklich in genau dem „Plauderton“ erzähle, wie ich die Geschichte einer Freundin beim Kaffee in Worte fassen würde, in der Hinsicht befindest du dich auf dem besten Weg – nur noch an den Stellen, wo ich vom Plot abgewichen bin, anzupassen.
    Und dann destilliere ich noch zwei Kürzestzusammenfassungen daraus:
    Das eine nenne ich Kurzinhalt.
    Der sollte rund 100 (+- 10) Wörter umfassen und sich nur auf die Hauptgeschichte konzentrieren.
    Als nächstes nehme ich mir den Handlungsabriss vor.
    Der hat zwar auch nur rund 150 (+- 10) Wörter setzt sich aber mit der Ausgangsgefühlslage des Hauptprotagonisten auseinander.
    Dadurch schäle ich zweierlei heraus: Das Gerippe der schieren Handlung und die Gemengelage der Gefühle.
    Beides hilft mir dann, die Pitch zu schnitzen.
    Aber diese zwei Werkzeuge sind auch nützlich in deinem Fall.
    Ich habe schon mehreren Freundinnen, die das Exposé nach dem Manuskript angegangen sind, den Tipp mit Kurzinhalt und Handlungsabriss gegeben, und siehe da: Auf einmal fiel es ihnen ganz leicht, eine (je nach Gesamtumfang des Manuskripts) ein- bis eineinhalbseitige Inhaltsangabe zu schreiben, die locker klang und nicht zu kondensiert und lückig.
    Vielleicht magst du es ja auch einmal probieren?
    Liebe Grüße
    Katharina

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