Exposé – die vierte

Die Arbeit am Exposé hat erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Zubereiten von Hefeteig:

Zutaten sammeln, verrühren und kneten – ruhen lassen – weiterbearbeiten – wieder gehen lassen – usw. In diesem Fall reift allerdings nicht das Werk in den Ruhezeiten, sondern hoffentlich der Autor oder wenigsten der zugrundeliegende Gedanke. Jede Bearbeitungspause verändert den eigenen Blick auf den Text und schärft ihn im besten Fall.

Noch einmal habe ich mir das Exposé vorgenommen und ergänzt. Die Gefühlslage der Protagonistin – besonders zu Beginn der Geschichte – fehlte an einigen Stellen. Ohne sie bleibt der reine Handlungsabriss  ein  lebloses Gebilde.

Das Autorenhandbuch hat noch einige Tipps parat, welche Informationen – abgesehen von der Geschichte selbst – in das Exposé hineingehören bzw. dazu geliefert werden sollten. Am wichtigsten sind m. E. folgende Inhalte:

  • Arbeitstitel
  • Genre und vergleichbare Bücher
  • Zielgruppe
  • Stand der Fertigstellung / Zielvorgabe
  • Seitenzahl und Anschläge des gesamten Manuskripts
  • Anschreiben und Autorenvita

Vor dem Exposé sollte man die Geschichte ultrakurz zusammenfassen (4-5 Sätze) bzw. einen Klappentext voranstellen. Dieser darf – je nach Gusto – ein offenes Ende haben, da direkt im Anschluss die ganze Geschichte erzählt wird (⇒ Exposé). Der Kurzinhalt / Klappentext dient dem Adressaten als Orientierung, um was für ein Buchprojekt es sich handelt, und soll Appetit zum Weiterlesen machen.

Ob mein Klappentext und das Exposé als Appetizer funktionieren, kann ich natürlich nicht sagen. Ich hoffe, ich finde noch Gelegenheit, das herauszufinden. Ich bin aber so weit zufrieden. Der ganze Text – ohne Anschreiben – umfasst knappe 4 Normseiten. Was ich als zukünftige Debutantin in meine Autorenvita schreiben soll, wird mir hoffentlich noch ein gute Fee einflüstern.

Vielleicht kann ich das Ganze jetzt wirklich liegen lassen, bis ich die Testleser-Reaktionen bekomme. In meinem Kopf spielen die Geschichten und Protagonisten ein verwirrendes Ping-Pong. Denn der Protagonist meines neuen Projekts will ja auch endlich gehört werden. Und da gibt es noch Einiges zu erarbeiten, bevor ich mit dem Schreiben anfangen kann. Das wäre optimaler Weise natürlich, nachdem ich mein Exposé abgeschickt habe …

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