Nachschlag zum Jahreswechsel

Was die Rauhnächte betrifft, habe ich mich dieses Jahr leider nicht so gut auf die besinnliche Zeit einlassen können. Aber das hatte sicher auch damit zu tun, dass einige Veränderungen anstehen. So habe ich mich dennoch mit Rückschau und neuen Plänen beschäftigt, nur weniger besinnlich.

Abgesehen davon, neue Pläne zu schmieden und zurückzuschauen, finde ich den Jahreswechsel meist nicht so aufregend. Aber diesmal war das anders. Ich habe von meinem Schlafzimmer aus einen schönen Blick auf das Feuerwerk, das mir dieses Jahr besonders schön vor kam. Alles Einbildung? Jedenfalls hatte ich, während ich mir das bunte Schauspiel ansah, plötzlich ein sehr gutes, euphorisches Gefühl, was ich versuche, mit ins neue Jahr zu nehmen.

Meine Pläne

Natürlich wird mich die Arbeit am neuen Buch beschäftigen. Und nachdem das Exposé endlich vom Tisch ist, habe ich angefangen, konkreter in die Vorbereitungen einzusteigen. Lange genug sind meine Gedanken um Figuren, Schauplätze und Konflikte geschweift; jetzt soll es losgehen.
Zunächst habe ich mir noch ein paar Namen zusammengebastelt. Hilfreiche Seiten dafür hatte ich HIER schon einmal aufgelistet. Dabei musste ich mir auch über Charakter und äußere Erscheinung Gedanken machen. Beides soll ja harmonieren. Bislang sind das oft nur Stichworte. Über meinen Protagonisten habe ich schon so viel geschrieben, dass mir manches davon schon wieder entfallen war.

Darum fange ich jetzt an, Listen zu schreiben:

  • äußere Erscheinung der Figuren
  • Innenleben (Want-Need) der Figuren
  • Schauplätze beschreiben / Bedeutung?
  • grober Handlungsablauf

Anfang Februar will ich so weit vorbereitet sein, dass ich den Plot entwickeln und die Struktur von Geschichte und Text planen kann.

Und was wird anders?
Bei der Überarbeitung des ersten Manuskripts hat mich die Arbeit am Plot besonders in Anspruch genommen. Hier musste ich Vieles abändern, was Zeit gekostet hat. Das nachträgliche Umschreiben ist mühsam und erfordert eine extrem hohe Aufmerksamkeit, wenn keine Fehler und Widersprüche im Text bleiben sollen. Diesmal werde ich mir vorher mehr Zeit nehmen, die Plotstruktur von Anfang an auf den Prüfstand nehmen:

Spannung – überraschende Wendungen – offenen Fragen – Rückschläge usw.

Dabei werde ich mir auch die Figuren noch einmal genauer vornehmen, und zwar unter folgenden Aspekten:

Sind sie zu durchsichtig? Oder handeln sie auch überraschend?
Sind Schwächen und Stärken gut verteilt?
Habe ich Klischees vermieden und ihnen Widersprüche und negative Aspekte gestattet?
Sind Protagonist und Antagonist starke Persönlichkeiten?
Haben beide Etappensiege zu verzeichnen oder bewegt sich die Geschichte nur in eine Richtung, was langweilig, weil absehbar ist?

Der Plot ist – neben den Figuren – die Hauptsache der Geschichte. Spannung, Überraschungen und auch anderes Unerwartetes (Skurriles, eine Figur, die die Seiten wechselt, unvorhersehbare Ereignisse, die von außen eingreifen etc.) sind die Würze, die eine Geschichte braucht, um bis zum Schluss interessant zu sein. Ich werde mir hier viele Gedanken machen, auch ein Arbeitsexposé verfassen, und hoffe, dass es mir gelingt, mich in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln.

Auch an meiner Sprache möchte ich bewusst weiterarbeiten, habe hierfür aber noch kein Konzept überlegt. Vielleicht probiere ich Verschiedenes aus. Ein Hilfsmittel habe ich allerdings, den von Anke Fischer empfohlenen Schreibratgeber „Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben“ von Roy Peter Clark / Autorenhausverlag. Da ich gerade erst angefangen habe, damit zu arbeiten, ist er noch nicht gelistet.

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3 Gedanken zu “Nachschlag zum Jahreswechsel

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