Schreibarbeit 2016 – Woche 17

25.April – 30.April

Manuskript – Tag 1-5

Wie geplant konnte ich am Dienstag mit dem Schreiben anfangen. Es war eine echte Erleichterung, und ich bin gut in den Schreibfluss gekommen. So gut, dass mir jede Abweichung, jedes Anliegen der Außenwelt wie eine lästige Störung vorkommt. Am liebsten würde ich die nächsten Wochen auf einer einsamen Insel verbringen und einfach nur tippen.

Die ersten Sätze waren etwas schwerfällig. Die Frage, wo genau ich mit der Geschichte einsteige, hatte ich bis zum ersten Schreibtag offen gelassen. Welche Szene, klar, das hatte ich schon entschieden, aber wo genau anfangen? Die Geschichte beginnt mit einer Beerdigung. Sollte ich den Protagonisten morgens vor dem Spiegel zeigen, auf der Fahrt zum Friedhof oder mitten in der Zeremonie einsteigen?

Ich habe mich dafür entschieden, ihn kurz vor dem Eintreffen am Friedhof zu zeigen, wo er die erste Begegnung hat. Ob es so bleibt, wird sich zeigen. Der Anfang ist ja immer eine Nummer für sich. Aber gut, wenn erst einmal etwas da steht, an das ich anknüpfen kann.

Die nachfolgenden Szenen gingen mir schnell von der Hand. Ich hatte sie genau im Kopf, musste sie nur noch aufschreiben. Gegen Ende des 1. Kapitels nahm das Tempo ab. Vieles hatte ich mir noch nicht so genau überlegt. Meine Kapitelstruktur gibt nur die wesentlichen Punkte vor, sodass ich flexibel bleibe und viele Entscheidungen spontan treffe. Es kommt ja sowieso immer anders als man denkt.

Und dann entstehen Pausen, weil ich etwas nachschlage, oder eine Idee verwerfe und den Absatz noch einmal schreibe. Manchmal hält mich eine Formulierung auf, da mir gerade dieser eine Satz wichtig ist, ich mir Zeit nehme, zumindest so genau zu formulieren, dass ich später noch weiß, was ich sagen wollte. Meist geht es um ein bestimmtes Bild, das ich festhalten will. Wenn es gelingt, geht es weiter, auch wenn es sprachlich hakt.

Der erste Entwurf des Manuskripts soll möglichst viel von dem, was ich mir vorstelle, festhalten, in geordneter Reihenfolge, einigermaßen präzise.  Um das Tempo zu halten, habe ich mir ein Tagessoll gesetzt:

mindestens 2000 Wörter pro Tag.

Bisher war das kein Problem. Ich habe bis jetzt (in 5 Tagen) knapp 15000 Wörter geschrieben und bin im 3. Kapitel angekommen. Um den Kontakt zur Außenwelt nicht ganz zu verlieren, und nicht wahnsinnig zu werden, gönne ich mir einen freien Tag in der Woche, nämlich heute. Glücklicherweise stehen in den nächsten Wochen kaum Termine an. Optimal wäre es, jede Woche an 6 Tagen zu schreiben. Ob das immer möglich sein wird, weiß ich nicht. Wenn ich weiter so gut voran komme, muss ich mich daran nicht festhalten. Es ist aber doch so, dass der Drang, den ersten Entwurf möglichst schnell – quasi in einem Guss – niederzuschreiben groß ist.

Soviel für heute. Wie es weitergeht, erfahrt ihr nächste Woche.

Trotz des Sauwetters wünsche ich Euch einen schönen 1. Mai.

Woche 18

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3 Gedanken zu “Schreibarbeit 2016 – Woche 17

  1. Danke für die immer interessanten Einblicke in deine Arbeit und deine Gedanken dazu. Auch dir einen schönen 1. Mai, ich schicke dir ein paar Sonnenstrahlen aus dem Norden, wir haben hier reichlich davon.

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