Lust aufs Antiquariat

bekam ich, während ich Thornton Wilders „Die Brücke von San Luis Rey“ (siehe Bücherliste 2016) las, denn dort hatte ich es gekauft. Ein unscheinbares, in  braunes Leinen gebundene Buch. das mich ganze 3,00 €  gekostet hat und sich als wahres Schnäppchen erwies.

Fünf Menschen stürzen in die Tiefe, als die Brücke von San Luis Rey zerreißt. Pater Juniper fragt sich, warum diese Fünf sterben mussten. Nicht zum ersten Mal denkt er darüber nach, mit wissenschaftlichen Methoden dem Willen des Höchsten zu ergründen. Er erforscht das Leben der Verunglückten, um ihre Rechtschaffenheit zu ermessen.

Und diese Lebensgeschichten werden nun erzählt. Frei von Klischees, schaut der Erzähler mit scharfem, aber nicht ganz ungnädigem Blick auf die Schwächen und Schrullen seiner Figuren. Wilder erzählt brilliant, wechselt von detailierten Beobachtungen zu großen Zügen, mit denen er in wenigen Sätzen Jahre und Jahrzehnte abreitet, ohne dass man argwöhnt, etwas Wichtiges zu verpassen.

Ausgesprochen kurzweilig und ein großes Vergnügen, das ich jedem empfehle, der die gemütliche Erzählweise des frühen 20 Jahrhunderts mag.

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