Schreibarbeit 2016 – Woche 18

  1. Mai – 7. Mai

Manuskript Tag 6 – 11paper-pixabay

Jetzt habe ich doch glatt vergessen, von meiner 2. Manuskript-Woche zu berichten. Das Schreiben lief richtig gut – erst am Wochenende fingen Familie, Haus und Garten wieder an, sich in den Vordergrund zu drängen. Es war ja auch Muttertag und aus diesem Grund ein Familientag geplant: Eine große Runde im Wald bei herrlichem Wetter. Das war auch mal nötig nach etlichen Stunden am Schreibtisch.

Der Garten wollte dann aber auch mal in Ordnung gebracht werden. Schon wieder mähen. Und das Unkraut zwischen den Wegplatten zeigte schon Formen von Riesenwuchs. Mit dem Rasentrimmer ging das ganz gut weg, nur die Feinheiten waren doch etwas aufwändiger. Und danach freute ich mich auf die nächste Schreibwoche, die vor solchen Torheiten bewahren würde.

Allerdings habe ich seit gestern wieder ein Baustelle im Haus, diesmal das Badezimmer. Eine Woche soll der Ausnahmezustand dauern, mit Duschen im Keller (einschließlich des Kennenlernens bislang unbekannter Mitbewohner) und Zähneputzen usw. in der frisch renovierten, und jetzt vergrößerten Küche, die unter diesen Umständen d0ch wieder klein erscheint.

Über all diesen organisatorischen Vorarbeiten – plus Einkaufen, Getränke bereitstellen, Kaffeekochen für den Handwerker – habe ich meinen Post ganz vergessen und hole ihn jetzt nach.

Nachdem ich am Samstag vor dieser Schreibwoche bereits das dritte Kapitel angefangen hatte, dachte ich, alles geht superschnell. Der Anfang war mir auch wirklich leicht von der Hand gegangen. Ich hatte zwei lange Szenen schon lange geschrieben. Diese musste ich nur noch etwas anpassen, konnte sie aber fast vollständig übernehmen. Bei solchen Übernahmen hat es sich für mich bewährt, die Textauszüge nicht zu kopieren, sondern abzuschreiben. In dem Moment, wo etwas nicht passt, merke ich es gleich und kann es entsprechend ändern. Einige Textstellen erweisen sich dann als überflüssig. So schleppe ich nicht zu viel Ballast mit mit, denn am Ende werde ich ja doch wieder kürzen.

Am Montag kam ich auch gut voran (> 4000 Wörter), habe aber auch Szenen umgestellt, was mit Scrivener tatsächlich relativ problemlos. Natürlich muss man die Übergänge und auch inhaltlich Einiges anpassen, aber das Verschieben der Szene selbst ist auf dem Reißbrett wirklich easy.

Ich hatte (und habe noch immer) den Eindruck, dass die Geschichte zu schleppend vorangeht. Auch, wenn ich mich im Großen und Ganzen an das Arbeitsmanuskript und die Kapitelstruktur halte, scheint die Sache nicht richtig in Fahrt zu kommen. Bei diesem ersten Schreiben muss ich so Vieles bedenken, die Figuren an der richtigen Stelle einführen und wieder auftreten lassen. Hinweise richtig zu  positionieren, Nebenkonflikte rechtzeitig anzubahnen, dass ich mitunter das Gefühl habe, einen ganzen Tross hinter mir herzuschleppen, der mich eigentlich nur aufhält.

Je nachdem, wieviel zu bedenken war, schrieb ich diese Woche in sehr unterschiedlichem Tempo. Am Dienstag schaffte ich nur eine Szene (wobei es tatsächlich mehr ist als nur eine Szene, eher sind es eine Art Unterkapitel, also thematische Einheiten) mit c.a. 1000 Wörtern. Mittwoche waren es zwei Szenen, Donnerstag wieder nur eine. (Das war der Himmelfahrtstag mit der Friedhofsrecherche). Am Freitag kam ich wieder flott voran, sodass ich am Ende der Woche das 4. Kapitel zu Ende bringen konnte.

Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, das 5. Kapitel zu schreiben, und dann eine Kurskorrektur vorzunehmen. Ob ich das tatsächlich in dieser Baustellenwoche schaffe, weiß ich nicht. Es bleibt auf jeden Fall die nächste Planung.

Ich habe bei Fritz Gesing gelesen, dass er sich während des ersten Entwurfs zweimal den Text vornimmt, und überprüft, ob er noch in der Spur ist. Da ich nach dem 5. Kapitel etwa ein Drittel der Geschichte geschrieben habe, halte ich es für einen guten Zeitpunkt für eine erste Korrektur.

Woche 19

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7 Gedanken zu “Schreibarbeit 2016 – Woche 18

  1. Öh … wer sind die unbekannten Mit-be-woh-ner?? Die Idee bereits fertige Passagen noch mal einzutippen, finde ich großartig, und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man dadurch sofort merkt, was dabei nicht passt.

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