Schreibarbeit 2016 – Woche 20

  1. Mai – 22. Maipaper-pixabay

Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter mir – auch wenn sich das nicht zahlenmäßig messen und dokumentieren lässt. Schon in der Woche davor gab es einiges zu korrigieren, da ich ein Thema vorgezogen hatte, das noch nicht dran war, und auch nicht in diesen Zusammenhang gehörte.

Vielleicht war ich unkonzentriert, abgelenkt von den Arbeiten im Haus. Wie auch immer: Ich musst mehrere Szenen umschreiben, eine komplett herausstreichen. Nachher war ich – wie immer – froh, dass ich das gemachte habe; der Impuls, solche Schnitzer zu ignorieren, ist ja auch immer gleich zur Stelle. War aber nur ein kurzer Anflug.

Dann habe ich mir die ersten 5 Kapitel ausgedruckt, und das war schon reichlich Arbeit. Mit Scrivener bin ich noch nicht so vertraut, wollte mir die Anordnung der Dateien (Szenen) nicht ruinieren, habe also alle einzeln herauskopiert und dann im Libre Office wieder zusammengesetzt. Wie auch immer…

Dann fing das Gegenlesen und korrigieren an.

Obwohl es mir vor allem darum ging, zu prüfen, ob ich mich an den Stufenplan gehalten habe, die Geschichte auf den Weg gebracht, die wichtigsten Figuren vorgestellt und die Konflikte angebahnt habe, läuft dieser Arbeitsschritt doch auf eine Überarbeitung hinaus.
Ich stecke zur Zeit im 4 Kapitel, und kann habe folgende Feststellungen gemacht:

  1. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem bisher Geschriebenen zufrieden. Einige Sachen, Figuren, Konflikte muss ich noch stärker pointieren, aber das, was mir wichtig war, ist schon drin.
  2. Leider geht mir immer wieder der Überblick verloren, weshalb diese Rückschau und Korrektur zu diesem Zeitpunkt notwendig war. Dass sie so viel Zeit in Anspruch nimmt, hat mir ganz schön geärgert. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, betrachte die Sache als eine frühzeitige Überarbeitung. Der Text wird nicht nur jetzt schon ein bisschen besser, sondern bringt die Geschichte noch einmal in die richtige Bahn. Und das ist ausschlaggebend für das weitere Schreiben – und war ja auch Sinn der Sache.
  3. Wie schon bei meinem ersten Manuskript fällt mir der Wechsel zwischen szenischer Darstellung und Erzählpassagen extrem schwer. Genauer gesagt, komme ich sehr schwer wieder aus der Nahsicht heraus. Das ist ein Punkt, an dem ich wirklich arbeiten muss. Beim Gegenlesen gelingt es mir eher, den Übergang oder Schnitt zu schaffen. Aber diese Sache wird mich sicher noch weiter beschäftigen.

Ich denke, die Mühe lohnt sich, hier weiterzumachen. Letztendlich macht es keinen Sinn, sich immer wieder durch Fristen unter Druck zu setzten. Und dann: Ich lerne ja noch, da dauert bekanntlich alles etwas länger. So, und jetzt zurück an die Arbeit …

Woche 21

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2 Gedanken zu “Schreibarbeit 2016 – Woche 20

  1. Interessant was Du von dem Wechsel von szenischer Darstellung (Dialoge?) und Erzählpassagen schreibst. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht! Da mein Genre eher Kurzgeschichten sind, ist dieser Wechsel bei mir nicht so häufig wie bei Dir, die Du an einem längerem Werk arbeitest, aber genauso entscheidend.

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