Bücherschrank

Die öffentlichen Bücherschränke breiten sich immer mehr aus. Auf dem Land sind sie – wie es scheint – in besonders hoher Dichte anzutreffen: In jedem Dorf und jeder kleinen Stadt steht einer.

Alles, was gebunden ist, und eine Mindestzahl von  – sagen wir mal – 100 Seiten hat, ist nicht wirklich sicher, wenn es mir unter die Augen kommt. Gestern musst ich wieder zuschlagen, also wirklich, es ging nicht anders: ich MUSSTE.

Immerhin war ein Buch von Ortheil dabei, eines, von dem ich bis dato noch gar nichts gehört hatte. Ortheil ist immerhin ein Mitbürger, also quasi Pflichtlektüre …

Meiner Tochter empfahl ich Oliver Sacks – was die in der Provinz so alles lesen, ist wirklich erstaunlich. Und es war weder Simmel noch Konsalik dabei. Noch ein Dublin-Roman und „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“, das auch im Bücherregal meiner Tochter gelandet ist.

Ziel dieser Fahrt aufs Land war ein Eiscafé,  das ich anlässlich meines Geburtstags mit meinen Kindern besuchte. Aber am Ende des Parkplatzes stand eben dieser unwiderstehliche Bücherschrank. Der ausgedruckte und einlaminierte Hinweis, man möge doch bitte den Schrank nicht überfüllen, beflügelte mich. Und dann haben wir uns vorgenommen, auch wieder mal etwas hineinzustellen in den öffentlichen Bücherschrank – egal, wo er steht.  Diese Dinger sind eine echt gute Idee. Und: Bei Amazon verdient man sich auch nicht den goldenen Arsch.

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9 Gedanken zu “Bücherschrank

  1. Öffentliche Bücherschränke liebe ich auch sehr… Wir haben so eine Art Buchtauschbörse im Hausflur. Wer ein Buch los werden oder tauschen will, legt es auf das Bord über dem Heizkörper. Ich habe dort schon manch interessanten Lesestoff aufgestöbert, und bin auch etliches Gelesenes wieder los geworden. 😉

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  2. Zwei Dinge in Deinem Beitrag haben mich äußerst hellhörig werden lassen: Dein Geburtstag und der „goldene Arsch“. Letzeres kann wohl nicht mehr als Euphemismus durchgehen, weil schlicht die Wahrheit … Wo Amazon seine fiesen Finger im Spiel hat, verdient wohl nur Amazon. Weiß aber auch jeder. Was ich nicht wußte, dass Du Geburtstag hattest und zu diesem wünsche ich Dir alles, alles Gute, Gesundheit und Glück!

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  3. Ja, Glückwunsch auch von mir! Ortheil fand ich auch ganz lesenswert, habe aber erst ein Buch von ihm gelesen. Hier stehen oft sehr seltsame Sachen im öffentlichen Schrank, aber vielleicht gucke ich auch zu selten. Die Idee ist allerdings hervorragend!

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  4. Glückwunsch nachträglich und alles Gute! In unserer Kleinstadt steht in allen fünf Ortsteilen jeweils ein Bücherschrank und da sie alle „Paten“ haben, werden sie auch ordentlich gepflegt und es stehen immer tolle Bücher drin! Mein letzter Fang war „Faustinas Küsse“ von Ortheil und „Winterprinzessin“ von Kai Meyer.

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