Bücherliste SCHREIBEN

gelesen ab 2014…

Zu einigen Büchern habe ich gepostet, dann ist ein Link im Titel.
Die Bewertung ist subjektiv und richtet sich danach, wie hilfreich ich das Buch fand. Eine niedrige Bewertung spricht nicht unbedingt gegen das Buch, heißt aber, dass es nicht so viele praktische Tipps enthält.
(Maximum = ♣♣♣♣♣)

Becker, Sabina + Hummel, Christine + Sander, Gabriele
Grundkurs Literaturwissenschaft.
Reclam. (Kleines Format, 285 Seiten)  Stuttgart 2006.

⇒ Bietet einen groben Umriss der Literaturwissenschaft: Thema, Entstehung u. Entwicklung des Fachs, verschiedenen Ausrichtungen mit Anmerkung zum zeitlichen Kontext. Bezieht sich schwerpunktmäßig auf die deutschsprachige Literatur. Das Buch behandelt folgende Bereiche:
Edition, Gestaltung literarischer Texte, Textgattungen, Methoden und Theorien der Literaturwissenschaft.
Weiterführende Literatur am Ende der Kapitel.
Einstiegslektüre für Studenten u. Leute, die ’s theoretisch mögen. Zur Begriffsklärung und zum Nachschlagen geeignet.                                                           
♣♣♣♣

Bradbury, Ray
Zen in der Kunst des Schreibens.
Autorenhaus Verlag. Berlin 2003
11 Essays, die in der Zeit zw. 1961 und 1990 verfasst wurden. Der Titel entspricht dem des letzten Essays.  Kein Schreibratgeber, mehr eine Sammlung von anregenden Texten über das Schreiben. Es mangelt nicht an den üblichen Ratschlägen, vermittelt aber auch eine Idee davon, wie der Schreibprozess in Gang gebracht werden kann. Nach anfänglicher Skepsis fand ich es doch noch anschaulich.
♣♣♣

Dehner, Renate & Ulrich
Schluss mit diesen Spielchen. Campus Verlag. Frankfurt / Main 2007
⇒ Dieses Buch handelt nicht vom Schreiben. Es ist ein psychologischer Ratgeber, indem es darum geht, Konflikten auf den Grund zu gehen. Der Leser soll so befähigt werden, Konflikte zukünftig nutzbar zu machen, oder sie zu vermeiden.
Wie das erworbene Wissen für Konstellation und Entwicklung von Figuren genutzt werden kann, versuche ich HIER zu erläutern.
Aufschlussreich, nicht nur fürs Schreiben:                           
♣♣♣♣

Dietmann, Ulrike
Heldenreise ins Herz des Autors.
Spiritbooks. November 2012

Englert, Sylvia
So lektorieren Sie Ihre Texte. Verbessern durch Überarbeiten. Autorenhaus Verlag. Berlin 2014 (2. Auflage)
⇒ Kleiner Ratgeber (150 Seiten) zum Überarbeiten der eigenen Texte. Die Autorin trägt die wesentlichen Punkte der Überarbeitung zusammen und zeigt, worauf zu achten ist. Ein gutes Hilfsmittel, um den Überblick zu behalten.
♣♣♣♣

Egri, Lajos
Literarisches Schreiben.
Starke Figuren entwickeln. Originelle Ideen finden. Die Handlung vorantreiben. (Aus dem Amerikanischen von Kirsten Richers)

Autorenhaus Verlag. Berlin 2014.
⇒ Alles dreht sich um die Figuren. Eine gute Figur bringt die Story schon mit. Alle möglichen Figuren mit verschiedenen Zielen und Handlungsmotiven werden angerissen. Anschaulich zu lesen,  bringt aber nicht viel Neues. Mir fehlt die Systematik. Ehrlich gesagt, war ich enttäuscht. Wer Schwierigkeiten mit den Figuren hat, ist vielleicht dankbarer.   
♣♣♣

Frey, James N.
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt. (Aus dem Amerikanischen von Ellen Schlootz und Jochen Stremmel) H.-J.-Emons Verlag. Köln 2002

Gesing, Fritz
Kreativ Schreiben für Fortgeschrittene.
Geheimnisse des Erfolgs. DuMont Literatur und Kunst Verlag. Köln 2006

⇒ Gesing lenkt den Blick zunächst auf den Leser. Konkreter wird er in der zweiten Hälfte des Buchs, wenn es um Aspekte der Gestaltung geht. Gesing geht über die grundlegenden Fragen des Kreativen Schreibens hinaus. (Davon handelt sein erstes Buch). Hier geht es darum, das Schreiben zu verbessern, Wünsche und Erwartungen des Lesers besser zu verstehen, die Entscheidung für Erzählperspektive, handlungs- oder charakterbetontem Roman gezielt zu treffen, und konsequent umzusetzen.  
 ♣♣♣♣

Haslinger, Josef / Treichel, Hans-Ulrich (Hrsg.)
Wie werde ich ein verdammt guter Schriftsteller? Suhrkamp TB, Frankfurt a.M. 2005
⇒ 13 AutorInnen melden sich zu Wort, jede/r mit einem Essay über das Lehren und Lernen des Literarischen Schreibens. Allen gemein sind die Erfahrungen am Institut Leipzig, wo sie als Dozenten ( N. Hummelt, W. Fritsch, B. Spinnen, J. Lendle, usw.) oder Studenten (J. Zeh, K. Lange-Müller, Kr. Magnusson ) waren.
Letztendlich geht es um die Frage, ob das Schreiben erlernt werden kann. Was kann das Institut liefern, das beim autodidaktischen Schreiben fehlt?
♣♣♣

Heimes, Silke
Kreatives und therapeutisches Schreiben.
Ein Arbeitsbuch.
Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen 2013

King, Stephen
Das Leben und das Schreiben. (Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer)
Wilhelm Heyne Verlag, TB. München 2011
⇒ Leben und Werk aus der Feder des Meisters. Das Buch ist zweigeteilt. Interessant, nicht nur für Fans, ist bereits der biographische Teil. Er lässt erkennen, wie King Erlebtes aufgreift und verarbeitet. Die Schilderung seiner schwierigen Anfänge holen ihn vom Podest. Handfeste Tipps liefert der 2. Teil, und das sehr konkret.
Kein Must-have, vielmehr unterhaltsames und nützliches Why-not:      
♣♣♣♣

Porombka, Stephan
Schreiben unter Strom
. Dudenverlag. Mannheim 2012

Roentgen, Hans-Peter. Books on Demand. Norderstedt 2014
Spannung. Der Unterleib der Literatur.
Schreibratgeber, der das Thema Spannung umfassend und anschaulich behandelt. Anhand von Textbeispielen werden Möglichkeiten erörtert, wie man Texte spannender gestalten kann. Grundsätzliches und kleine Kniffe kommen gleichermaßen zur Sprache. Autoren-Interviews, Überarbeitungs-Checkliste und Fachwörterbuch runden das Ganze ab. Zum Ende hin bekommt es Längen, die ärgerlich sind, aber den Wert des Buches nicht schmälern.
Sehr hilfreich für die Überarbeitung:            
♣♣♣♣♣

Roentgen, Hans Peter. Sieben Verlag. Reinheim 2010
Drei Seiten für ein Exposé.
♣♣♣♣

Schneider, Wolf
Deutsch für Profis. Wege zum guten Stil. Goldmann-Verlag. München 2001 (21. Auflage)
⇒ Die Auflagenzahl spricht für sich. Zuerst erschienen 1984. Ursprünglich richtete es sich an angehende Journalisten. Viele Beispiele beziehen sich auf journalistische Berichterstattung. Daneben wird auch die Alltagssprache durchleuchtet. Schneider weckt die Sinne für lästige Sprachgewohnheiten in den Medien.
Wolf zeigt Schwächen, Popularismen, Klischees und wie Wahrheiten zugunsten schön klingender Formulierungen verdreht werden. Schon nach den ersten Kapiteln hört und liest man anders: aufmerksamer, kritischer. Und das ist es, was Wolf erreichen möchte, dass man kreativ mit Sprache umgeht.

Korrekt, präzise und verständlich  –  so sollen wir schreiben.
♣♣♣♣♣

Stein, Sol
Über das Schreiben. (Aus dem Amerikanischen von Waltraud Götting) Autorenhausverlag. Berlin 2015
⇒ Sehr anschaulich geschriebener, umfassender Ratgeber mit 447 Seiten plus Register. Viele Aspekte des Schreibens werden in einzelnen Kapiteln (i.d.R. etwa 20 Seiten) behandelt. Stein hat einen angenehmen Erzählstil, erklärt oft anhand von Beispielen. Häufig bezieht er sich auf englischsprachige Literatur. Textbeispiele sind ins Deutsche übersetzt worden. Meist funktioniert das auch. Dennoch hätte ich mir den Originaltext daneben gewünscht. Die Kürze der Kapitel und das Inhaltsverzeichnis machen das Buch zu einem Nachschlagewerk, auch wenn ein Stichwortregister fehlt. Diese kleineren Mängel in der Struktur werden durch den großartigen Stil des Autors wettgemacht. Ein überaus hilfreiches Buch, auf das ich nicht verzichten möchte.
♣♣♣♣♣

Vorhaus, John
Handwerk Humor.
Verlag Zweitausendeins. Frankfurt/Main 2010 (3. Auflage)
Der Ratgeber richtet sich an Drehbuchautoren, Comediens und Autoren. Vorrangig geht es um Komödie, Sketch und Literatur mit dem Schwerpunkt auf Komik. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der flapsige Stil des Autors. Auch die Struktur könnte klarer sein. Vorhaus zeigt, wie komische Figuren und Settings aufgebaut werden, auch für komische Dialoge ist das Buch nützlich. Verblüffend ist sein Plotschema, das auch für abdere Geschichten  funktioniert.
Man muss sich darauf einlassen, dann erfüllt es  den Zweck, für den es geschrieben wurde.
♣♣♣♣

Poe, Edgar Alan
Die Philosophie der Komposition.Ein kurzes Essay, in dem Poe erklärt, wie er sein Gedicht „Der Rabe“ komponiert hat. Sein Ansatz ist, dass er beim Leser ein bestimmten Gefühl erzeugen will. Ein Vorgehen, das sich auch auf Prosatexte übertragen lässt, wie F.A. Peters in der FEDERWELT 116 (S.56/57) überzeugend darlegt.
Interessant, v.a. in Verbindung mit dem Artikel.
♣♣

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