Martin Kordić: Wie ich mir das Glück vorstelle

Ein Roman, der es dem Leser nicht leicht macht, sich hinein und zurecht zu finden. Eine reduzierte Sprache, kurze Sätze, wie abgehackt, die nichts verbinden. Jeder steht für sich, scheint nicht aus dem vorherigen hervorzugehen. Es ist eine Sprache, die bremst. Wie ein stotternder Motor reißt sie dich zurück, hält dich auf und fest. Dann … Mehr Martin Kordić: Wie ich mir das Glück vorstelle

Sabrina Janesch: Katzenberge

Ausgezeichnetes Debüt einer jungen Schriftstellerin – ausgezeichnet mit dem Mara-Cassens-Preis im Erscheinungsjahr 2010. Eine Geschiche, die gekonnt zwischen den Welten pendelt – zwischen Polen, Deutschland und der Ukraine, zwischen Gegenwart und Vergangenheit – und die Wahrheit einer mystisch verklärten Familiengeschichte aufdeckt, ohne zu enttäuschen. Ein Roman, dessen Sprache ungekünstelt und unmittelbar den Leser in die … Mehr Sabrina Janesch: Katzenberge

Andor Endre Gelléri: Die Großwäscherei

Aufmerksam geworden durch einen Artikel der Klappentexterin, landete das Buch im Mai 2016 in meiner Wunschbuchkartei. Büchern, die man wirklich lesen will, begegnet man ja immer zweimal. Als das geschah, griff ich zum Telefon und bestellte es sofort in der ortsansässigen Buchhandlung. Schnell las ich den Paasilinna zu Ende (, der mich wenig überzeugte). Ich … Mehr Andor Endre Gelléri: Die Großwäscherei

John Irving: Straße der Wunder

Dieser neueste Roman von John Irving steckt voller Figuren, die eigenwillig und liebenswert sind, und gerade daher so menschlich erscheinen. Ganz selbstverständlich erzählt Irving von Wundern und hellseherischen Fähigkeiten, von einem Leben in Armut und Elend, vom Glauben und dem sehnlichen Wunsch, an Wunder zu glauben. Auf unnachahmliche Weise gelingt es ihm, die Themen Sex, … Mehr John Irving: Straße der Wunder

Jane Gardam

In einem Post meiner Schreibarbeit-Serie (Woche 22) hatte ich es schon erwähnt: Ich bin auf die Romane von Jane Gardam gestoßen.  „Ein untadeliger Mann“ und „Eine treue Frau“ (BÜCHERLISTE 2016)sind im Königreich in den Jahren 2004 und 2009 erschienen. Hanser brachte eine deutsche Übersetzung von Isabel Bogdan auf den Markt – 2015 und 16. Beide … Mehr Jane Gardam

Daniel Kehlmann: F

Ein raffiniertes Spiel mit den Perspektiven: Drei Söhne und ihr Vater, kaum miteinander verbunden. Ihre Beziehung hat wenig Kraft, weder eine positive, bindende noch eine negative, zerstörende. Es ist eher der Mangelzustand, den die Söhne gleichermaßen empfinden, die sie aber nicht näher zusammenbringt. Eher noch treibt er sie auseinander, fördert das Misstrauen gegen die anderen, … Mehr Daniel Kehlmann: F

„Altes Land“ von Dörte Hansen

Anfangs enttäuschte mich dieses Buch, das im Tonfall der Kolumne mit der ganzen Welt abzurechnen scheint. Der Einstieg ist schwierig: zu viele Sprünge zwischen Zeiten, Schauplätzen und Figuren. Auf Umwegen muss man sich dem Kern der Geschichte nähern. Die zentrale Figur macht sich rar, versteckt sich hinter den vielen anderen, die so unbedeutend, belanglos sind. … Mehr „Altes Land“ von Dörte Hansen

Jahreslektüre 2015

42 Romane, Jugendbücher, Erzählbände stehen in meiner Bücherliste 2015. Ganze Welten habe ich verschlungen – erdachte Welten aus den Köpfen anderer, die jetzt auch in meinem eigenen Kopf herum spuken. Geschichten erfinden ist etwas Großartiges. Seitdem ich die Seiten gewechselt habe, und ebenfalls Welten und Figuren erschaffe, die hoffentlich bald viele andere Köpfe bevölkern, lese … Mehr Jahreslektüre 2015