Martin Kordić: Wie ich mir das Glück vorstelle

Ein Roman, der es dem Leser nicht leicht macht, sich hinein und zurecht zu finden. Eine reduzierte Sprache, kurze Sätze, wie abgehackt, die nichts verbinden. Jeder steht für sich, scheint nicht aus dem vorherigen hervorzugehen. Es ist eine Sprache, die bremst. Wie ein stotternder Motor reißt sie dich zurück, hält dich auf und fest. Dann … Mehr Martin Kordić: Wie ich mir das Glück vorstelle

Sabrina Janesch: Katzenberge

Ausgezeichnetes Debüt einer jungen Schriftstellerin – ausgezeichnet mit dem Mara-Cassens-Preis im Erscheinungsjahr 2010. Eine Geschiche, die gekonnt zwischen den Welten pendelt – zwischen Polen, Deutschland und der Ukraine, zwischen Gegenwart und Vergangenheit – und die Wahrheit einer mystisch verklärten Familiengeschichte aufdeckt, ohne zu enttäuschen. Ein Roman, dessen Sprache ungekünstelt und unmittelbar den Leser in die … Mehr Sabrina Janesch: Katzenberge

Schreibarbeit 2016 – Woche 31

1.-6. August Neues Thema in der Schreibgruppe: Figuren. Aufgabe für die 7-wöchige Sommerpause ist es, ein Interview mit dem Protagonisten zu führen. „Passt gar nicht mal so schlecht“, dachte ich mir, nachdem ich den Plot einer Totalsanierung unterziehe. Meine Manuskriptmappe hat sich als veraltet erwiesen. Viele Notizen, Ideen, Figurenbeschreibungen und so weiter sind nicht mehr … Mehr Schreibarbeit 2016 – Woche 31

John Irving: Straße der Wunder

Dieser neueste Roman von John Irving steckt voller Figuren, die eigenwillig und liebenswert sind, und gerade daher so menschlich erscheinen. Ganz selbstverständlich erzählt Irving von Wundern und hellseherischen Fähigkeiten, von einem Leben in Armut und Elend, vom Glauben und dem sehnlichen Wunsch, an Wunder zu glauben. Auf unnachahmliche Weise gelingt es ihm, die Themen Sex, … Mehr John Irving: Straße der Wunder

Daniel Kehlmann: F

Ein raffiniertes Spiel mit den Perspektiven: Drei Söhne und ihr Vater, kaum miteinander verbunden. Ihre Beziehung hat wenig Kraft, weder eine positive, bindende noch eine negative, zerstörende. Es ist eher der Mangelzustand, den die Söhne gleichermaßen empfinden, die sie aber nicht näher zusammenbringt. Eher noch treibt er sie auseinander, fördert das Misstrauen gegen die anderen, … Mehr Daniel Kehlmann: F

„Altes Land“ von Dörte Hansen

Anfangs enttäuschte mich dieses Buch, das im Tonfall der Kolumne mit der ganzen Welt abzurechnen scheint. Der Einstieg ist schwierig: zu viele Sprünge zwischen Zeiten, Schauplätzen und Figuren. Auf Umwegen muss man sich dem Kern der Geschichte nähern. Die zentrale Figur macht sich rar, versteckt sich hinter den vielen anderen, die so unbedeutend, belanglos sind. … Mehr „Altes Land“ von Dörte Hansen

Das Ensemble stellt sich vor

Ich habe mit der Arbeit an den Figuren begonnen. Es wird diesmal ein größeres Orchester, und das macht die Sache kompliziert. Sobald es konkreter wird, zeigt sich die Komplexität eines großen Figuren-Ensembles. Darüber hinaus sind mehrere Generationen im Blick zu halten. Die Vorgeschichte spielt eine entscheidende Rolle. Mit meiner Hauptfigur bin ich schon gut vertraut. … Mehr Das Ensemble stellt sich vor

Jutta Reichelt: Wiederholte Verdächtigungen

Auffallend unaufgeregt erzählt Jutta Reichelt die Geschichte, die sich entspinnt, nachdem Christoph verschwindet, ohne seiner Freundin Katharina eine hinreichende Erklärung dafür zu liefern. Natürlich ist ihm die Tragweite seines Verschwindens nicht bewusst. Wir erleben die Geschichte aus Katharinas Warte, die sich mit den Erwartungen und Vorstellungen – eben auch Verdächtigungen – von Freunden und Familie … Mehr Jutta Reichelt: Wiederholte Verdächtigungen