Martin Kordić: Wie ich mir das Glück vorstelle

Ein Roman, der es dem Leser nicht leicht macht, sich hinein und zurecht zu finden. Eine reduzierte Sprache, kurze Sätze, wie abgehackt, die nichts verbinden. Jeder steht für sich, scheint nicht aus dem vorherigen hervorzugehen. Es ist eine Sprache, die bremst. Wie ein stotternder Motor reißt sie dich zurück, hält dich auf und fest. Dann … Mehr Martin Kordić: Wie ich mir das Glück vorstelle

Exposé – die dritte

Wieder habe ich einen Tag Pause eingelegt. Ich brauche das im Moment, und da das Manuskript bei den Testlesern gut aufgehoben ist, warum nicht? Heute habe ich mich mit der Sprache befasst, und tatsächlich liest es sich schon geschmeidiger. Ich hatte mir vorgenommen, zu erzählen statt nur den Ablauf der Handlung nieder zu schreiben. Für … Mehr Exposé – die dritte

deutsche = schwere Sprache

Letzte Überarbeitungen Es ist ein mühsames Geschäft, doch das (vorläufige) Ende naht. Letzte Korrekturen laufen, bevor die Testleser-Exemplare gedruckt werden. Wie immer kann ich nicht abschätzen, wie lange ich noch brauche, hoffe aber das Beste. Die Sprache bekommt den letzten Schliff, grammatische Fragen und Rechtschreibung werden geklärt. Wichtig ist, die Schreibweise abzugleichen, zum Beispiel bei … Mehr deutsche = schwere Sprache

Ungeliebter Konjunktiv – noch einmal Süskind

Etwas peinlich ist mir meine Unsicherheit in Bezug auf die indirekte Rede bzw. die Bildung des Konjunktivs. Auch hier schafft Süskind Abhilfe (S.53 ff.). Es überrascht mich, dass er bereits eine verbreitete Abneigung gegen den Konjunktiv feststellt (1940). Dieser werde von den meisten Zeitgenossen als ausschließlich der Schriftsprache angehörig betrachtet. Dass auch ihm ein gewisser … Mehr Ungeliebter Konjunktiv – noch einmal Süskind

Sprache, Stil und Grammatik

Anlässlich einer Leseempfehlung der Schreibdilettanten habe ich vor wenigen Tagen Ludwig Reiners „Stilfibel“ aus dem Regal genommen und einen ersten Blick hineingeworfen. Leider hatte ich schnell die Nase voll. Reiners Buch beginnt mit einer kurzen Grammatik, einer Zusammenfassung der Grundlagen, als Basis für das weitere Textverständnis. Der Kopf stimmt zu, beteuert Einsicht, doch das Lesevergnügen … Mehr Sprache, Stil und Grammatik

Sprachlicher Feinschliff

Seitdem ich ein konkretes Feedback für die sprachliche Überarbeitung bekommen habe, geht es langsamer voran. Mein Anspruch scheint gestiegen zu sein. Ich vermute, dass ich vorher zu flüchtig über den Text gegangen bin, weil ich nicht genau wusste, was ich ändern muss. Jetzt hat sich das Gespür für unglückliche Formulierungen und besonders für Phrasen geschärft.

1 Woche Schreiburlaub (3)

Auch für die Arbeit am Manuskript hat das Schreibseminar Einiges gebracht. Wir konnten über einige Textstellen sprechen, bei denen ich mir unsicher war, was zu streichen bzw. ändern wäre. Das Thema Füllwörter hatte es in sich. Mit den Adjektiven bin ich sparsam umgegangen, mit den Adverbien einigermaßen. Aber auf die vielen, vielen Füllwörter zu verzichten, … Mehr 1 Woche Schreiburlaub (3)

WIE schreiben? Gedanken zur Sprache

Nachdem ich das WAS jetzt  gründlich abgeklopft habe, der Plot zu funktionieren scheint, und gröbere Fehler ausgemerzt sind, dreht sich nun alles um Sprache. WIE also schreiben? Wie zu allen anderen Aspekten des Schreibens wurde auch darüber viel gesagt und geschrieben. Aber letztendlich: Was hilft ’s? In die eigene Sprache zu finden, scheint doch eine … Mehr WIE schreiben? Gedanken zur Sprache

Sprache

Wie viel die Stimme eines Menschen ausmacht, und zu seiner Gesamterscheinung beiträgt, wird mir immer dann bewusst, wenn ich jemanden längere Zeit wahrgenommen habe, bevor er zu sprechen anfängt. Gestern war es mal wieder so weit.